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Börse Frankfurt am Morgen: Behaupteter Start, Münchener Rück und E.ON im Fokus


10.03.2010
aktiencheck.de

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte starten am Mittwoch relativ unverändert in den Handel. Aktuell gewinnt der DAX 0,01 Prozent auf 5.886,23 Punkte, während der MDAX um 0,02 Prozent auf 7.825,32 Zähler abgibt. Beim SDAX sind aktuell Aufschläge von 0,29 Prozent auf 3.781,00 Zähler auszumachen, während der TecDAX um 0,43 Prozent auf 833,40 Zähler zulegen kann. Beim Bund-Future ist derzeit ein Minus von 0,04 Prozent auf 122,78 Punkten auszumachen.

Am Dienstagabend hatten die US-Leitbörsen den Handel erneut mit leichten Aufschlägen beendet. So konnte der Dow Jones 0,11 Prozent auf 10.564,61 Punkte zulegen, während der NASDAQ Composite um 0,36 Prozent auf 2.340,68 Zähler anziehen konnte. Der japanische Nikkei-Index musste daraufhin marginal abgeben, während die übrigen asiatischen Leitbörsen uneinheitlich nahe der Vortagesstände geschlossen haben. In den USA werden am Nachmittag unter anderem die wöchentlichen Hypothekenanträge, die Lagerbestandsdaten im Großhandel sowie der US-Ölmarktbericht veröffentlicht. Am Abend stehen die mit Spannung erwarteten Daten zum US-Staatshaushalt an.

Die Inflation in Deutschland hat sich im Februar 2010 nach endgültigen Angaben des Statistischen Bundesamtes abgeschwächt. Wie am Mittwoch bekannt gegeben wurde, sank die Inflationsrate auf 0,6 Prozent, nach einer Jahresteuerungsrate von 0,8 Prozent im Januar 2010 und 1,0 Prozent im Februar 2009.

Im Blickpunkt befinden sich zu Handelsbeginn Anteilsscheine der Münchener Rück (ISIN DE0008430026 / WKN 843002), die am Morgen im Rahmen der Bilanzpressekonferenz die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vorgelegt hatte. Wie bereits veröffentlicht liegt das Gesamtergebnis der Gruppe bei 2,56 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,58 Mrd. Euro). Die Dividende soll auf 5,75 (5,50) Euro pro Aktie steigen. Für 2010 erwartet Munich Re erneut einen Gewinn von über 2 Mrd. Euro. Aktuell rangiert die Aktie des weltweit zweitgrößten Rückversicherers unverändert im oberen Mittelfeld.

Auch beim Energieversorger E.ON (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99) wurden die Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr veröffentlicht. Dabei wurde beim bereinigten operativen Ergebnis aufgrund der Auswirkungen der Wirtschaftskrise ein leichter Rückgang von 2,3 Prozent auf 9,6 Mrd. Euro verbucht. Beim Konzernüberschuss nach Anteilen Dritter verzeichnete E.ON aufgrund hoher Sondereffekte im Vorjahr einen deutlichen Anstieg auf 8,40 Mrd. Euro, nach 1,28 Mrd. Euro im Vorjahr, während der bereinigte Konzernüberschuss um 5 Prozent auf 5,33 Mrd. Euro zurückging. Die Dividende soll mit 1,50 Euro je Aktie auf Vorjahresniveau liegen. Für das Gesamtjahr 2010 erwartet der Konzern trotz entfallender Ergebnisbeiträge durch bereits durchgeführte Desinvestitionen in Höhe von rund 1 Mrd. Euro ein Adjusted EBIT um 0 bis 3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Beim bereinigten Konzernüberschuss rechnet man mit einem Wert auf Vorjahresniveau. Derzeit muss der Wert mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent Abschläge hinnehmen.

An der Spitze des DAX sind zu Handelsbeginn unter anderem Anteilsscheine der Deutschen Börse und BASF zu finden. Daneben sind auch bei der Allianz und Bayer Zugewinne auszumachen.


Am unteren Ende gibt die Aktie der Deutschen Post aktuell 0,9 Prozent ab, nachdem der Wert nach der Vorlage der Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr am Vortag Zugewinne von mehr als 2 Prozent ausgewiesen hatte. Daneben sind bei SAP und Infineon größere Minuszeichen von jeweils mehr als 0,5 Prozent auszumachen.

Im MDAX richten sich die Blicke auf Anteilsscheine der IVG (ISIN DE0006205701 / WKN 620570), nachdem der Immobilienkonzern am Morgen vorläufige Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vorgelegt hatte. Den Angaben zufolge belief sich der Konzernverlust nach vorläufigen, noch untestierten Zahlen auf 158,0 Mio. Euro, gegenüber einem Vorjahrjahresverlust von 451,7 Mio. Euro. Dabei zeigen sich erste Erfolge des im Jahr 2009 initiierten Restrukturierungsprogramms. Da auch der Einzelabschluss der IVG Immobilien AG nach HGB einen Verlust aufweist, soll eine Dividendenzahlung für 2009 entfallen. Aktuell rangiert die Aktie unverändert im oberen Mittelfeld des MDAX.

Der Flughafenbetreiber Fraport AG (ISIN DE0005773303 / WKN 577330) musste im Februar aufgrund der schwierigen Wetterbedingungen sowie der Auswirkungen des Streiks einen Passagierrückgang am Flughafen Frankfurt hinnehmen. Demnach wurden am Flughafen Frankfurt 3.307.837 Passagiere abgefertigt, was einem Minus von 1,0 Prozent entspricht. Auf Konzernebene verzeichnete man mit 4.600.811 Fluggästen einen Passagieranstieg von 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Die Aktie muss aktuell mit einem Minus von 0,1 Prozent leichte Abschläge ausweisen. Am unteren Ende des MDAX rangieren derzeit unter anderem HHLA, ElringKlinger sowie GEA Group, wobei hier Abschläge von bis zu 0,9 Prozent auszumachen sind.

An der Spitze des MDAX befinden sich derzeit Anteilsscheine von Praktiker, die 2,9 Prozent fester tendieren. Auch Klöckner & Co kann nach der gestrigen Vorlage der Geschäftszahlen aufgrund von positiven Analystenstimmen mehr als 2 Prozent zulegen. Deutlichere Aufschläge sind daneben bei LEONI und Bilfinger Berger auszumachen. Auch der Immobilienkonzern GAGFAH (ISIN LU0269583422 / WKN A0LBDT) verzeichnet zu Handelbeginn leichte Zugewinne von 0,5 Prozent, nachdem man für das abgelaufene Fiskaljahr ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessertes Ergebnis präsentieren konnte.

Im TecDAX stehen zu Handelsbeginn unter anderem Anteilsscheine von JENOPTIK (ISIN DE0006229107 / WKN 622910) im Fokus. Am Vorabend hatte der Konzern in der Konzernsparte Verkehrstechnik einen Großauftrag über 12 Mio. Euro vermelden können. Um diesen und zukünftige Aufträge sowie das weitere Wachstum des Konzerns zu finanzieren, wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu 13.529.006,40 Euro durch Ausgabe von bis zu 5.203.464 neuen Aktien zu erhöhen. Nachdem die Aktie am Vorabend bereits mit deutlichen Abschlägen von mehr als 4 Prozent geschlossen hatte, muss die Aktie aktuell weitere Verluste ausweisen und rangiert mit einem Minus von 4,5 Prozent am unteren Ende des TecDAX. Deutlichere Abschläge sind daneben auch bei Bechtle und dem Vortagesgewinner MorphoSys auszumachen.

An der Spitze des TecDAX kann Phoenix Solar 4,5 Prozent zulegen. Daneben sind auch beim Biotechnologiekonzern Evotec AG (ISIN DE0005664809 / WKN 566480) Zugewinne von mehr als 4 Prozent auszumachen. Am Morgen hatte der Konzern zwei wichtige Meilensteine in ihrer integrierten Entwicklungsallianz mit dem schweizerischen Pharmakonzern Roche (ISIN CH0012032113 / WKN 851311) in der Indikation "behandlungsresistente Depression" bekannt gegeben. Deutlich fester präsentieren sich aktuell auch Anteilscheine von SMARTRAC sowie Roth & Rau.

DAX: 5.886,23 (+0,01 Prozent) MDAX: 7.825,32 (-0,02 Prozent) SDAX: 3.781,00 (+0,29 Prozent) TecDAX: 833,40 (+0,43 Prozent)
(10.03.2010/ac/n/m)


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