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Zertifikate-Handel: Setzen auf DAX-Erholung


17.05.2019
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Ob Handelskonflikt zwischen den USA und China, die Androhung von Autozöllen auf europäische Importe in die Vereinigten Staaten oder die angespannte Lage im Iran: Die Liste marktbewegender Themen ist lang, so die Deutsche Börse AG.

"Die Tagespresse ist voll mit Risiken", fasse Simon Görich von der Baader Bank zusammen. Neben Aktienindices als Basiswert interessierten sich Zertifikate-Anleger in dieser Gemengelage besonders häufig für Öl-Derivate. Als Beispiel nenne Görich ein gern gehandeltes, unbegrenzt laufendes Faktor 15 Long Zertifikat (ISIN DE000CJ8HEP4/ WKN CJ8HEP) auf Brent.

Als Reaktion auf die gestrige Meldung steigender Ölreserven sowie der Erwartung einer langsamer wachsenden, globalen Öl-Nachfrage vonseiten der International Energy Agency verbuche Kemal Bagci Zuspruch für Öl-Produkte, die von nachgebenden Notierungen profitieren würden. Unter anderem setzten die Kunden der BNP Paribas verstärkt auf ein Knock-Out-Produkt (ISIN DE000PZ761A0/ WKN PZ761E) auf WTI mit einer Barriere von 63,66 US-Dollar. Aktuell sei ein Barrel des US-Rohöls für etwa 62,70 US-Dollar zu haben.

Tendenziell höhere Kurse würden Käufer eines rege gehandelten DAX-Zertifikats (ISIN DE000PZ7NWM8/ WKN PZ7NWM) mit einer Knock-Out-Schwelle von 11.844 Punkten erwarten. Markus Königer von der ICF Bank spreche von Interesse an einem Long-Zertifikat (ISIN DE000DDW4Q46/ WKN DDW4Q4) auf den Deutschen Aktienindex, das bei Berühren oder Unterschreiten von 11.206 DAX-Punkten verfalle.

Nicht nur für Bagci hänge die weitere DAX-Reise unter anderem mit den Entwicklungen im Handelskonflikt zusammen. Eine nochmalige Erhöhung gegenseitiger Zölle wirke sich vermutlich negativ auf die Weltkonjunktur aus, was wiederum dem DAX schaden würde. "Im Falle einer Einigung gäbe es aber auch Chancen auf Erholung." Seit Wochenbeginn notiere der deutsche Bluechip-Index inklusive zwischenzeitlicher Ausschläge nach unten um 12.000 Punkte.


Bei den Einzelwerten fokussierten sich Anleger auf Bayer, thyssenkrupp und den Neuling Uber, wie die Händler berichten würden. Der mit Spannung erwartete Uber-Börsengang sei nach Meinung vieler Anleger bislang eher enttäuschend verlaufen, wie Bagci anmerke. "Einige Analysten halten das Unternehmen für überbewertet", begründe der Händler. Uber habe seit der Firmengründung 2009 noch keinen Gewinn erwirtschaftet. "Gegenstimmen gehen hingegen davon aus, dass sich Uber am Markt behaupten wird." Dazu zählten Käufer eines gefragten Knock-out-Zertifikats (ISIN DE000PZ8B129/ WKN PZ8B12) auf Uber mit einer Schwelle von 27,02 US-Dollar.

Mit der Positionierung in einem gesuchten Zertifikat (ISIN DE000PZ8FK78/ WKN PZ8FK7) auf Bayer mit einer Knock-Out-Schwelle von 57,28 setzten die Kunden der BNP Paribas auf weiter fallende Kurse der Aktie des Leverkusener Chemieriesen, nachdem sich die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten bereits nahezu halbiert habe. Nach zwei Millionenstrafen im US-Glyphosat-Prozess sei in dieser Woche eine Verurteilung durch ein kalifornisches Gericht zur Zahlung in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar gefolgt. "Zusätzlich laufen in Frankreich aktuell Vorermittlungen wegen eines Verdachts auf illegaler Erfassung privater Daten", ergänze Bagci.

Optimistischer würden Investoren die Ausgangslage für BASF beurteilen. Zu den meist gehandelten Derivaten zähle laut Königer ein Long-Derivat (ISIN DE000PZ53308/ WKN PZ5330) auf den Ludwigshafener Konzern, das bei einem Kurs der Aktie von 75 Euro und darunter verfalle.

Auf die neue thyssen-Strategie hätten Anleger laut Bagci eher mit Zustimmung reagiert. Besonders häufig deckten sich seine Kunden mit einem Long-Zertifikat (ISIN DE000PZ62PV4/ WKN PZ62PV) auf den Essener Konzern ein, das bei Kursen unterhalb von 9,31 Euro verfalle. Seit Mittwoch erhole sich die thyssen-Aktie wieder. Analysten sähen einen Zusammenhang mit Spekulationen über eine mögliche Übernahme der Aufzugsparte durch Kone. Derartige Gerüchte habe es in der Vergangenheit allerdings schon öfter gegeben.

Investoren mit längerfristigen Anlagehorizont engagierten sich Königer zufolge gern in einem Bitcoin-Zertifikat (ISIN DE000VL99BC4/ WKN VL99BC) ohne Laufzeitbegrenzung. Immerhin habe die Kryptowährung in den vergangenen vier Wochen von knapp 5.227 auf 7.830 US-Dollar und damit fast 50 Prozent gutgemacht. Anleger hätten sich auch ein bis zum 20. Dezember 2019 laufendes Reverse Bonus Zertifikat (ISIN DE000TR3ZKE9/ WKN TR3ZKE) auf den DAX in die Depots gelegt.

Laut jüngster Umfrage von Deutscher Derivate Verband würden übrigens 62 Prozent der Zertifikate-Anleger eine mittel- bis langfristige Anlagestrategie verfolgen. Das entspreche einem Plus von 11 Prozent zum Vorjahr. Mehr als ein Drittel bevorzuge demnach eine Haltedauer von mehreren Jahren und setze Derivate somit zum nachhaltigen Vermögensaufbau ein. 27 Prozent der Befragten hielten die strukturierten Wertpapiere über einen Zeitraum von mehreren Monaten bis zu einem Jahr im Depot. Etwas mehr als ein Viertel der Befragten gehöre aber eher zu den kurzfristig orientierten Anlegern, die ihre Werte ein paar Tagen bis zu wenigen Wochen hielten. Zur Gruppe der Daytrader zählten 10 Prozent der Befragten. (Ausgabe vom 16.05.2019) (17.05.2019/zc/a/a)




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