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Discount-Zertifikat 36 2018/06 auf Vonovia: Wohnungsunternehmen setzt Expansion fort - Zertifikateanalyse


22.09.2016
DZ BANK

Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Vonovia-Aktie (ISIN DE000A1ML7J1/ WKN A1ML7J) ein Discount-Zertifikat 36 2018/06 (ISIN DE000DGG34W6/ WKN DGG34W) mit dem Basiswert Vonovia vor.

Manchmal komme man über Umwege ans Ziel. Im Fall von Vonovia bedeute dies, durch eine Übernahme im Ausland im Inland zu wachsen. Mit ca. 24 Mrd. Euro Immobilienvermögen und einem bundesweiten Portfolio von rund 340.000 Wohnungen sei Vonovia das führende Wohnungsunternehmen in Deutschland. Der Konzern profitiere von Rahmenbedingungen wie dem Nachfrageüberhang nach Wohnungen in Großstädten und Ballungsgebieten, dem Trend zur Urbanisierung und der Zuwanderung nach Deutschland.

Um das eigene Portfolio auszubauen, versuchte Vonovia 2015, den Wettbewerber Deutsche Wohnen zu übernehmen - am Ende ohne Erfolg, so die Analysten der DZ BANK in einer aktuellen Veröffentlichung.

Nach der gescheiterten Übernahme habe Vorstandschef Rolf Buch angekündigt, dass man weiter auf Wachstumskurs bleiben wolle. Zukäufe würden dabei helfen, allerdings werde man nicht um jeden Preis kaufen. Für eine Übernahme des in Österreich ansässigen Immobilienkonzerns conwert Immobilien Invest SE scheine der Preis zu stimmen. Ironie der Geschichte: Deutsche Wohnen habe sich ebenfalls an einer Übernahme von conwert versucht, sei im Frühjahr 2015 aber am Widerstand der Aktionäre gescheitert. Die rund 24.500 Wohnimmobilien im Portfolio von conwert lägen größtenteils in deutschen Regionen und Metropolen wie Berlin und Leipzig, die eine dynamische Entwicklung aufweisen würden, sowie in der Metropole Wien.

Für Rolf Buch sei es einer der besten Bestände, den man in Deutschland zurzeit im Paket kaufen könne. Das Paket würde das Portfolio von Vonovia mit seinen Schwerpunkten in Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Baden-Württemberg sehr gut ergänzen. Bis zu 2,9 Mrd. Euro wolle sich Vonovia die Übernahme kosten lassen. Damit habe man sich bereits das Wohlwollen des größten Aktionärs (Adler Real Estate, rund 26% Anteil an conwert) sowie des Verwaltungsrats von conwert gesichert. Die Österreicher würden die Offerte von Vonovia als freundlich einstufen und ihren Anteilseignern empfehlen, das Übernahmeangebot anzunehmen. Die Wahrscheinlichkeit für ein Erreichen der gesetzlichen Mindestannahmeschwelle von 50% plus 1 Aktie aller conwert-Aktien sei dementsprechend hoch.

Vonovia verspreche sich von der Übernahme neben der Erweiterung des eigenen Portfolios zugleich operative Synergien von mindestens 7 Mio. Euro pro Jahr, die bis Ende 2018 vollständig realisiert werden sollten, sowie Finanzsynergien von 5 Mio. Euro, die im kommenden Geschäftsjahr vollständig realisiert werden sollten. Darüber hinaus erwarte das Management, dass sich die Transaktion erhöhend auf das Net Asset Value (Immobilienvermögen ohne Schulden, NAV) pro Aktie und das Funds from Operations (Operatives Ergebnis nach laufenden Zinsen und Steuern, FFO) pro Aktie auswirke.

Bereits in den ersten sechs Monaten 2016 hätten sich die Effizienzsteigerungen und Synergien aus den letzten Zukäufen stärker ausgewirkt als zunächst erwartet. So sei das FFO 1 im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 44,2% auf 387,8 Mio. Euro (1 HJ 2015: 269,0 Mio. Euro) gestiegen. Das FFO 1 pro Aktie sei von 0,71 Euro auf 0,83 Euro geklettert. Ein geringer Leerstand von 2,8%, die Neuvermietung sanierter Wohnungen sowie eine moderate Anhebung der Mieten um 1,4% hätten im ersten Halbjahr zu einer Erhöhung der monatlichen Ist-Miete pro Quadratmeter bezogen auf denselben Wohnungsbestand (like-for-like) um 2,8% auf 5,81 Euro (1 HJ 2015: 5,65 Euro) geführt.


Aufgrund der guten Entwicklung habe der Vorstand die Prognosen für das Gesamtjahr erneut angehoben. Das FFO 1 werde nun in einer Spanne von 740 bis 760 Mio. Euro (zuvor 720 bis 740 Mio. Euro) bzw. von 1,59 bis 1,63 Euro je Aktie (zuvor 1,55 bis 1,59 Euro) erwartet. Zudem solle die Leerstandsquote bis zum Ende des Jahres auf rund 2,5% sinken.

Mit seinem Geschäftsmodell sei Vonovia zwar nahezu unabhängig von konjunkturellen Schwankungen, allerdings könnten sich aus einem ansteigenden Zinsniveau Risiken für die erwartete Geschäftsentwicklung ergeben.

Die Aktie der Vonovia SE sei nach ihrem Börsengang im Juli 2013 in eine Aufwärtsbewegung übergegangen und von 17,10 Euro auf 35,28 Euro gestiegen. Dieses Hoch sei am 2. März 2015 markiert worden und zugleich den Ausgangspunkt für eine Korrektur der vorangegangenen Aufwärtsbewegung gebildet. Im Zuge dieser Korrektur habe die Kursnotierung im Juni 2015 ein Tief bei 23,81 Euro markiert. Nach einer mehrmonatigen Seitwärtsbewegung sei im Januar 2016 ein neuer Aufwärtsimpuls gestartet. Ende Juli sei die Aktie über das Hoch bei 35,28 Euro ausgebrochen und habe am 15. August ein neues Allzeithoch bei 37,00 Euro markiert. Seither habe die Kursnotierung wieder korrigiert.

Anfang letzter Woche habe die Aktie ein Tief bei 32,63 Euro gebildet und sich damit über der Unterstützung bei 32,31/32,50 Euro halten können. Noch am Montag habe die Kursnotierung deutlich zugelegt und die Aufwärtsbewegung nach einer kurzen Verschnaufpause am Freitag, in einem allgemein sehr schwachen Marktumfeld fortgesetzt.

Im Wochenchart habe sich dadurch das Candlestickmuster Piercing Line gebildet. Dieses lasse steigende Kursnotierungen erwarten, sodass die jüngste Korrektur bereits beendet sein könnte. Das nächste Etappenziel bilde der Widerstand bei 35,76/35,80 Euro, bevor das Allzeithoch in den Fokus rücke. Ein Ausbruch über 37,00 Euro wäre ein starkes bullisches Signal und würde weiteres Potenzial in Richtung 38,19/38,40 Euro eröffnen. Sollte die Aktie indes unter 32,63 Euro bzw. die Unterstützung bei 32,31/32,50 Euro zurückfallen, wäre eine Ausweitung der Korrektur zum Unterstützungsbereich um 30,00 Euro zu erwarten. Erst wenn die Aktie unter 29,24 Euro zurückfällt, würde sich das Chartbild deutlicher eintrüben. In diesem Fall müssten weitere Abgaben bis zu den Tiefs bei 25,09/24,92 Euro eingeplant werden.

Als alternatives Investment zur Direktanlage in die Aktie stünden verschiedene Discount-Zertifikate mit dem Basiswert Vonovia zur Verfügung. Ein Beispiel sei ein Discount-Zertifikat, das am 22.06.2018 fällig werde und derzeit mit einem Abschlag von rund 9% zum aktuellen Kurs der Aktie erworben werden könne. Die Höhe der möglichen Rückzahlung werde durch den Cap bei 36,00 Euro begrenzt. Ansprüche aus der Aktie (z.B. Dividenden) stünden dem Anleger nicht zu.

Den Höchstbetrag von 36,00 Euro je Zertifikat erhalte der Anleger, wenn der Xetra-Schlusskurs der Aktie Vonovia SE am 15.06.2018 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap notiere. Notiere der Referenzpreis unter dem Cap, erhalte der Anleger eine Zahlung in Höhe des Referenzpreises unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses von 1,00.

Der Anleger trage das Risiko, dass der Wert des Zertifikats während der Laufzeit durch marktpreisbestimmende Faktoren (z.B. fallende Kurse oder steigende Volatilität der Aktie) nachteilig beeinflusst werde. (Ausgabe vom 19.09.2016) (22.09.2016/zc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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